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"Im Gespräch bleiben!" - Der Neujahresempfang am Gyko (von Herrn Uhler)

Es ist Samstagmorgen, 21. Januar 2017, die Aula füllt sich und pünktlich um 11:00 Uhr, während die Besucher noch angeregt miteinander sprechen, ertönt plötzlich aus allen Lautsprechern ein fröhliches Lied mit dem dem Motto des Tages entsprechenden Refrain „Come together“ .

Und nicht auf der Bühne, sondern verteilt über die Aula führen die Mitglieder der Tanz-AG von Frau Heller-Kremer einen feurigen Tanz vor und reißen das Publikum zum rhythmischen Swingen mit. Der Tanz wurde übrigens von drei GyKo-Schülerinnen einstudiert: Rebecca Liebig (Q2), Julia Lange (Q2) und Lena Koch (9a).

Nach entsprechendem Applaus begrüßte der stellvertretende Schulleiter Herr Syrmoglou die Anwesenden und wies auf das Motto der diesjährigen Veranstaltung hin. Es komme eben nicht alle Jahre vor, dass ein Gymnasium vierzig Jahre alt werde, und das solle gebührend gefeiert werden. Dem entsprechend konnte er auch wieder viele Gäste aus Stadt, Kreis, Land und Bund begrüßen, darunter Bürgermeister Marc Venten und seinen Stellvertreter, Ratsmitglieder, Landtagsabgeordnete, den Bundestagsabgeordneten und Schülervater Ansgar Heveling sowie zahlreiche Vertreter der Kooperationspartner des GyKo und Schulleiter(innen) aus dem Einzugsbereich und Vertreter der Elternschaft und des Fördervereins.

In seinem Grußwort stellte Bürgermeister Marc Venten Sinn und Zweck von Prognosen zur Diskussion. Bei diesen sei immer Optimismus gefragt und das treffe auch auf Korschenbroich zu, weil die Prognosen sehr positiv seien. Die Stadt habe mittlerweile wieder mehr als 34.000 Einwohner und viele Geburten zu verzeichnen, was sich auch positiv auf die Zukunft aller Schulen der Gemeinde auswirke. Eine Vierzügigkeit des GyKo sei damit mittelfristig gesichert. Venten dankte dem GyKo für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im letzten Jahr, ohne die die Erweiterung der Mensa und die Erneuerung der Chemiesammlung nicht so reibungslos geklappt hätten.  Nunmehr müsse man auch an die Physikräume denken und – was auch eine Grundvoraussetzung für modernen zukunftsfähigen Unterricht sei – an den zügigen Ausbau des Internets mittels Glasfaser. Venten äußerte den Stolz der Gemeinde auf die guten Leistungen des Abiturjahrgangs 2016. Auf Grund der guten Vorbereitung durch das GyKo und den Leistungswillen der Schüler sei die Prognose für das Abitur 2017 ebenfalls gut. Venten beendete sein Grußwort im Hinblick auf die unselige Diskussion um G8/G9 mit dem Appell an die Landespolitik, endlich Ruhe in der Schulpolitik einkehren zu lassen.

In die gleiche Richtung ging auch die Rede des Schulleiters Uwe Roscheck. Er hielt einen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das nun begonnene neue Jahr. 2016 sei ein großartiges Jahr gewesen, das GyKo begehe zwar den vierzigsten Geburtstag, sei aber in keiner Weise alt, sondern ein Gymnasium voller Dynamik. Wie sonst hätten sich z.B. mehr als hundert Schüler täglich mit unterschiedlichen Aufgaben und Arbeiten beschäftigt, die weit über die Unterrichtsstunden hinausgingen, um wieder ein Musical aufzuführen, was das GyKo mittlerweile weit über den Rheinkreis hinaus berühmt macht. Neben vielen weiteren Aktivitäten würdigte er den 2016er-Abiturjahrgang. Dieser sei exzellent gewesen, fast jeder zweite Prüfling habe das Abitur mit einer „1“ vor dem Komma bestanden. Unter dem Motto „Solidarität lernen und leben“ hätten die Schüler € 2.225.- gesammelt und für gute Zwecke verteilt. Und zum ersten Male gab es auf dem GyKo eine Schulinspektion, auf deren Ergebnis man sehr stolz sein könne. Roscheck dankte allen Mitgliedern der Schule, die zu dem Ergebnis beigetragen haben. Diese Qualitätsanalyse hätte viele positive Dinge herausgestellt. Roscheck ging bewusst nicht auf einzelne Details ein, denn die Schulkonferenz habe das letzte Wort, welche davon veröffentlicht würden. Um die Zukunft und die Qualität des GyKo mache er sich keine Sorgen. Er wünsche sich jedoch zwei Dinge besonders: Eine ordentliche Personalausstattung in allen Ebenen, um die wachsenden Aufgaben auch weiterhin meistern zu können und dass die Schulen nicht zum Spielball würden, indem man ihnen die Entscheidung über G8 oder G9 überlasse.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Talkrunde mit dem gerade pensionierten Kollegen Michael Offermanns und fünf Talkgästen, die alle in einer besonderen Funktion anwesend waren. In lockerer Runde erzählten sie auf die bekannt süffisanten Fragen des Talkmasters über alte und weniger alte Zeiten des GyKo. Der stellvertretende Landrat Dr. Ulrich Klose, im Gründungsjahr 1976 und in den Jahren der Entscheidung für das GyKo Landtagsabgeordneter, trug maßgeblich dazu bei, dass das GyKo überhaupt gegründet werden konnte. Er sei zunächst auf massiven Widerstand beim damaligen Kultusminister gestoßen, habe aber alle Möglichkeiten und Verbindungen genutzt, dass die Regierung dem Ansinnen endlich zustimmte. Auf die Frage, warum der Name „Gymnasium Korschenbroich“ gewählt wurde, antwortete Klose, dass das nach der kommunalen Neugliederung und dem Zusammenschluss von vier Gemeinden zur Stadt Korschenbroich nur logisch gewesen sei und den neuen Zeitgeist ausdrückte, was bis heute unumstritten sei.

Der erste Schulleiter, Dr. Meinulf Barbers, berichtete über die ersten Schuljahre des GyKo. Man habe mit 143 Schülern angefangen und die vier Lehrer seien zunächst „nur“ nebenamtlich oder gar ehrenamtlich tätig gewesen. Man habe von vorn herein darauf geachtet, dass die Klassen aus Schülern von allen vier ehemals selbstständigen Gemeinden gebildet wurden, was zum Zusammenwachsen der neuen Stadt beigetragen habe. 1978 hätten nicht Prominente den ersten Spatenstich für das neue Gebäude vorgenommen, sondern alle 14 Klassensprecher der damals eingerichteten Jahrgangsstufen 5, 6 und 7, was den guten Geist und das Miteinander am GyKo zeige.

Frau Sylvia Gaus-Hörner, mittlerweile 38 Jahre Lehrerin am GyKo, antwortete auf die entsprechende Frage Michael Offermanns, dass sich im Laufe der Zeit am Charakter der Schule nichts geändert habe. Die Schüler seien nach wie vor sehr nett und lernbereit. Das GyKo sei letztendlich eine liebenswerte Dorfschule, hinter der die ganze Gemeinde stünde und deren Eltern für ihre Kinder immer das Beste wollten, was sich im nach wie vor starken Engagement zeige.

Nur kurze Zeit am GyKo wirkt die Kollegin Jacqueline Barbosa. Sie stellte dar, dass sie sich nach dem Referendariat bewusst am GyKo beworben habe. Die Schülerschaft, die Eltern und das Kollegium sei mit keiner anderen Schule vergleichbar – und das gab für sie den Ausschlag.

Der ehemalige Bürgermeister Dick lobte die gute Zusammenarbeit des GyKo mit der Verwaltung. Der gute Draht zwischen beiden sei immer gut gewesen und habe manche Probleme erst gar nicht entstehen lassen.

Was wäre ein Neujahrsempfang ohne musikalischen Rahmen. Den lieferten das GyKo-Orchester unter der Leitung der Musiklehrerin Katharina Storck und der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Musiklehrerin Regine Saus. Neben Ausschnitten  aus dem Musical Les Misérables und dem unter die Haut gehenden Lied „One Moment in Time“ durfte das GyKo-Lied, komponiert vom 2016er-Abiturienten Michael Singendonk, nicht fehlen und wurde mit lang anhaltendem Applaus bedacht.

Der Vormittag klang mit vielen Gesprächen mit Schnittchen und Getränken aus. Viele Besucher verweilten noch lange und erzählten über alte und neue Zeiten – sie blieben eben im Gespräch.

 

Artikel in der NGZ

So lief der Neujahresempfang...

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23.01.2017

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